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Trauerfeier

Eine Trauerfeier oder Gedenkfeier ist ein festliches Ereignis, bei dem die Hinterbliebenen würdevoll Abschied von einem Verstorbenen nehmen. Sie wird durch verschiedene Elemente gestaltet und findet entweder in der Friedhofskapelle oder in angemieteten Räumen statt. Eine Trauerfeier ist individuell gestaltbar.

Genereller Ablauf

Im Mittelpunkt der Trauerfeier steht meistens der aufgebahrte Sarg mit dem Verstorbenen oder die Urne. Sarg oder Urne stehen immer erhöht auf einem Podest oder Sockel, so dass sie für alle Anwesenden gut sichtbar sind. Vor Beginn gehen die Trauergäste in die Friedhofskapelle oder den Abschiedsraum. Sie bleiben kurz am Sarg oder an der Urne stehen und verweilen dort einige Sekunden, um dem Verstorbenen still zu gedenken. Während der Trauerfeier sitzen die Anwesenden auf Bänken oder Stühlen mit Blick zum Sarg oder zur Urne. Dabei ist es den engsten Angehörigen vorbehalten, die vorderen Plätze einzunehmen. Die meisten Trauerfeiern beginnen mit einem Musikstück. Es kann eine Rede, ein gemeinsames Gebet oder einfach stilles Gedenken folgen. Es folgen außerdem 1-2 weitere Musikstücke. Bei katholischen Trauerfeiern richtet sich der Ablauf nach strengen Regeln und Ritualen. Eine Trauerfeier dauert auf den meisten Friedhöfen 30 Minuten.

Dekoration für die Trauerfeier

Die Trauerhalle kann man mit Blumen, Tüchern, Fotos, Kerzen oder Erinnerungsstücken schmücken. Dabei dürfen sich die Angehörigen in die Ausgestaltung der Trauerfeier gern einbringen. Sie entscheiden, welche Farbe die Dekoration hat, ob persönliche Gegenstände des Verstorbenen mit eingebracht werden, welche Blumen den Sarg oder die Urne schmücken und welche Musik die Feier untermalt. Musik kann von CD oder von einem USB-Stick abgespielt werden. Für eine besondere Atmosphäre kann ein Sänger, ein Organist oder ein Trompetenspieler sorgen. Von den Gästen mitgebrachte Blumen und Kränze werden auf dem Fußboden vor dem Sarg oder der Urne abgelegt. Meistens nimmt der Bestatter oder ein Mitarbeiter des Friedhofs den Gästen die Blumen ab und arrangiert sie so, dass der von Blumen umgebene Sarg oder die Urne ein ansprechendes Bild abgeben.

Abschiednahme bei Feuerbestattung

Bei einer Feuerbestattung kann eine Trauerfeier oder Abschiednahme vor der Einäscherung am Sarg stattfinden. Als Ort wählt man hierfür üblicherweise eine Friedhofskapelle oder die Räumlichkeiten eines Bestattungshauses. Der Abschied kann am offenen oder am geschlossenen Sarg stattfinden. Bedenken Sie, dass die Kosten für eine Feier am Sarg zum Preis der Feuerbestattung noch hinzukommen. Wünscht man eine Abschiednahme außerhalb der Räumlichkeiten des Bestatters, so entstehen Kosten eine zusätzliche Überführung, Sargträger und einen Aufbahrungssarg.

Reden im Rahmen der Trauerfeier

Im Rahmen der Trauerfeier wird oftmals eine Rede für den Verstorbenen gehalten. Dies geschieht entweder durch einen geistlichen oder weltlichen Redner. Der Inhalt der Rede wird vorher mit den nahen Angehörigen abgesprochen. Aber auch Freunde und Verwandte können eine Rede halten. Dabei wird das Leben des Verstorbenen gewürdigt, besondere Eigenschaften, Leistungen oder Verdienste werden genannt, und es wird über gemeinsame Erlebnisse berichtet.

Organisation der Trauerfeier

Die Vorbereitung und Organisation einer Trauerfeier übernimmt üblicherweise ein Bestatter. Der Bestatter koordiniert den Termin mit dem Friedhof, dem Trauerredner, Musikern und Sargträgern. Er unterstützt Sie bei der Auswahl der Musik, der Dekoration und beauftragt auf Wunsch einen Floristen. Der Bestatter begleitet meistens auch die Trauerfeier. In manchen Gemeinden hält auch ein Priester oder Pfarrer die Trauerfeier ab. Bestatter sind den Hinterbliebenen bei der Organisation der Feier behilflich und können Anregungen zur Gestaltung geben.

Das letzte Geleit

Findet die Trauerfeier auf dem Friedhof statt, so werden Sarg oder Urne meistens im Anschluss in dem vorbereiteten Grab beigesetzt. Die Trauergemeinde verlässt nach der Feier die Kapelle oder Friedhofshalle und begibt sich auf den Weg zu der vorbereiteten Grabstelle. Bei anonymen Gräbern erfolgt die Beisetzung üblicherweise ohne Anwesenheit der Trauergäste. Dem Trauerzug voran gehen die Sargträger oder der Urnenträger, direkt dahinter die nächsten Angehörigen. Auf den meisten Friedhöfen ist es möglich, die Urne selbst zu tragen. Sprechen Sie Ihren Bestatter oder die Friedhofsverwaltung an, wenn dies Ihr Wunsch ist.

Absenkung des Verstorbenen

Sarg oder Urne werden in die Erde hinabgelassen. Anschließend kann sich jeder Trauergast noch einmal von dem Verstorbenen verabschieden. Auf kirchlichen Friedhöfen steht etwas Erde bereit, die nach christlicher Tradition (“Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub”) in das offene Grab geworfen wird. Nun können nahe Angehörige, Freunde und schließlich auch die restlichen Anwesenden Erde oder Blumen in das Grab werfen. Statt Erde oder einer Blume kann man auch etwas Persönliches wie z.B. einen Brief, ein Foto oder ein Stofftier mit in das Grab geben. Die Trauergäste gehen dann an den engsten Angehörigen vorbei und drücken ihnen ihr Beileid aus. Im Anschluss an die Trauerfeier und die Beisetzung findet gewöhnlich in einem Café oder Restaurant ein Traueressen oder Kaffeetrinken für die Trauergäste statt.  

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